MPU
Der Führerschein ist weg, entzogen. Was jetzt?
Um nach verlorenem Führerschein wieder legal fahren zu dürfen, wird durch die Behörden oftmals eine MPU angesetzt: eine Medizinisch-psychologische Untersuchung. Hierbei handelt es sich um Reihe von Tests, die ermitteln ob ein Teilnehmer körperlich, geistig und aus psychologischer Sicht fahrtüchtig ist.
Am häufigsten wird die MPU nach wiederholtem Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss angeordnet. Andere Gründe zur Untersuchungsanordnung sind z.B. mehr als 18 Punkten im Führerscheinverkehrsamt (Flensburg) oder Straftaten außerhalb des Straßenverkehrs. In jedem Fall ist eine positiv ausfallende MPU der einzige Weg, den entzogenen Führerschein erneut sein Eigen nennen zu können.
Im Rahmen der MPU unterzieht sich jeder Teilnehmer medizinischen und psychologischen Tests. Hierbei wird Bezug auf den jeweiligen Antragsgrund des Probanden genommen. In einem Arztgespräch wird die Vorgeschichte des zum Führerscheinentzug führenden Problems erfragt, eine körperliche Untersuchung durchgeführt und ggfs. Labortests angeordnet. Ein Verkehrspsychologe diskutiert mit dem Teilnehmer über die Gründe des Führerscheinentzugs. Im Rahmen dieses Gesprächs soll glaubhaft dargelegt werden, dass Einsicht über eigenes Fehlverhalten besteht. Es stellt sich die Frage, ob man seine Lebensführung so verändert hat, dass sich bisherige Probleme im Straßenverkehr in Zukunft nicht wiederholen. Schließlich werden mittels Computer Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsvermögen getestet. Fallen alle Testergebnisse gut aus und sind sich Arzt und Psychologe einig, wird eine MPU positiv bewertet.
Die Kosten der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung hängen von der Schwere des auslösenden Verkehrsdeliktes ab. Eine MPU aufgrund von Drogen- und Alkoholkonsum kostet mehr als eine entsprechende Untersuchung aufgrund von Punkten in Flensburg. Grundsätzlich ist mit einem Aufwand zwischen 320 und 720 Euro zu rechnen.
Viele Stellen bieten Vorbereitung zur MPU an. Oft sind diese Angebote leider nicht wirklich hilfreich. Die jeweilige Führerscheinstelle erteilt gerne Auskunft, welche Beratungsangebote legitim sind.
Auch eine negativ ausgefallene MPU kann wiederholt werden, um bei Einsicht in Fehlverhalten den Führerschein zurück zu erhalten. Eine Ferienfahrschule ist auch eine Alternative.
Eine Empf.: Parksysteme bzw. ein Parksystem kann man bei der Firma Intesik kaufen.